5. Juli 2025

Pflaster nicht ganz so heiß wie Asphalt

Wenn ich mich recht entsinne, war ein Argument für das Pflastern der Kreuzung Plan, dass sich helles Pflaster bei Sonneneinstrahlung nicht so stark aufheizt wie Asphalt. Ich habe das am 1. Juli, um 15:30 Uhr mal mit einem Infrarothermometer vor der Stadt-Apotheke überprüft.

Es herrschte Sonnenschein, die Lufttemperatur betrug laut Wetterapp 34 °C. Die Pflastersteine waren auf 53 °C erwärmt, der Asphalt auf 57 °C. Es stimmt also, dass sich das Pflaster etwas weniger erwärmt. Allerdings ist der Temperaturunterschied so gering, dass er keinen Einfluss auf das Mikroklima oder das Wohlbefinden der Anwohner haben dürfte. Als Argument für die Pflasterung lässt sich dieser Temperaturunterschied nicht heranziehen.

21. April 2025

Sinnloses Kloputzprotokoll

Es ist ein schöner Brauch, dass in öffentlichen Toiletten ein Reinigungsprotokoll hängt, das von der Reinigungskraft nach getaner Reinigung ausgefüllt wird. Das Protokoll dient als Nachweis, dass die Sanitäranlage regelmäßig gereinigt wird. 

Auf dem Burgkunstadter Friedhof gibt es eine öffentliche Toilette für die Besucher. In der Herrentoilette hängt ein Reinigungsprotokoll. Mitte März habe ich die Toilette aufgesucht und einen Blick auf das Protokoll geworfen: Es war vom Februar und enthielt keinen Eintrag.

 
Es kann sein, dass die Reinigungskraft zwar geputzt aber das Protokoll weder ausgefüllt noch durch ein neues ersetzt hat. Der schlimmere Gedanke, der mir gekommen ist, war, dass die Toilette nicht regelmäßig gereinigt wird.
 
Ich habe der Stadt über das Mängelportal den Sachverhalt umgehend mitgeteilt und angeregt, entweder das Protokollformular zu entfernen oder dafür zu sorgen, dass es ordnungsgemäß ausgefüllt wird. Leider hängt das leere Blatt immer noch an seinem Platz. Eine Rückmeldung von der Stadt habe ich - wie so oft - auch nicht bekommen. Wenn man schon mit einem öffentlich ausgehängten Protokoll zeigen will, dass die Toilette regelmäßig gereinigt wird, dann sollte es wenigstens aktuell und befüllt sein. Sonst kann es sein, dass nicht nur mir gruselig wird beim Betreten dieser Einrichtung.

 

2. Januar 2025

Hundefreunde verschönern Wald und Flur

Seit beinahe 10 Jahren gibt es in Burgkunstadt an ausgewählten Stellen die Dog Stations, Spender für Hundekotbeutel. Früher waren die Beutel mal schwarz, jetzt sind sie rot. An der Franz-Roscher-Straße, am Weg zum Goldbuckel, gibt es auch so einen Spender.

Die wohlerzogenen Hundebesitzer nutzen diese sinnreiche Einrichtung eifrig. Leider sind einige Herrchen oder Frauchen mit der korrekten Anwendung dieser genialen Vorrichtung noch nicht so richtig vertraut. Sie wissen zwar, wie man den Beutel entnimmt und befüllt, mit der Entsorgung hapert es aber. Liebe Hundefreunde, man legt den gefüllten Beutel nicht einfach auf den Weg, in der eitlen Hoffnung, dass er festgetreten oder -gefahren wird:


Dieser Hundefreund hat sich bei der Beutelentsorgung schon mehr gedacht. Er hat den Beutel am Wegesrand deponiert, griffbereit für die Hundekotentsorgungsstaffel der Müllabfuhr. Leider gibt es die noch nicht:


Für die, die es noch nicht wissen sollten: Die Beutel sind dafür gedacht, dass man die Kacke damit einsammelt und entweder in die Abfallbehälter wirft oder mit nach Hause nimmt und sie dort im Mülleimer entsorgt. Sie sind nicht dazu gedacht, die Hundekacke ansprechend zu verpacken, um damit die Umwelt zu verschönern. Aber wie ich schon 2016 festgestellt habe: Die Dog Stations sind für die Katz'.

15. Oktober 2024

Wie wär's mit einem Taschenaschenbecher zu Weihnachten?

Mittlerweile ist es gesichertes Wissen, dass Rauchen der Gesundheit schadet. Das wissen vermutlich auch die Raucher. Wenn sie sich dabei nur selbst schaden, sei es ihnen vergönnt. Sie müssen schon genug darunter leiden, dass sie in öffentlichen Verkehrsmitteln, Restaurants und anderen Gebäuden ihrer Sucht nicht mehr frönen dürfen. Es sei ihnen daher auch gestattet, auf Ruhebänken im Freien ihr Geld in Qualm aufgehen zu lassen. Leider meinen aber einige (viele?), dass sie die abgeführte Tabaksteuer dazu berechtigt, ihre Kippen einfach in der Gegend zu verstreuen. Es wird ja schließlich jemand geben, der dafür bezahlt wird, den Mist wieder wegzuräumen. Notfalls veranstaltet man einmal im Jahr eine Ramma-damma-Aktion, bei der Schulkinder lernen, ihre Stadt zu reinigen.

Besonders beliebt bei den Kippenverstreuern scheint die Bank unterhalb der Vogtei zu sein. Man hat da ja auch eine schöne Aussicht auf Burgkunstadt.

Leider ist es so, dass die weggeworfenen Kippen nicht nur das Stadtbild verschandeln, sie sind auch eine Belastung für die Umwelt. Nicht nur das Nikotin ist schädlich, auch der Filter. Er besteht aus Celluloseacetat. Der Filter braucht sehr lange, bis er sich zersetzt. Zwischenzeitlich trägt er zur Umweltverschmutzung durch Mikroplastik bei. Mit den Giftstoffen in den Zigarettenstummeln vergiften sich nicht nur Tiere, sondern auch kleine Kinder. Sie nehmen gerne Dinge, die so herumliegen, in den Mund.

Und wären die weggeworfenen Kippen nicht genug, so muss auch noch ein E-Zigarettenfreund seinen leeren Flüssigkeitsbehälter auf der Bank liegen lassen.

Die weiße Raute auf dem Behälter ist übrigens mit einem Totenkopf verziert. Ich erinnere mich dunkel, dass mit dem Totenkopf früher Gefahr- und Giftstoffe gekennzeichnet wurden. Ein Abfalleimer ist dazu nur 2 m entfernt.

Nachdem bald wieder Weihnachten ist, hier ein Geschenktipp von mir: Schenken Sie doch Ihrem Liebsten - wenn er auch ein Kippenverstreuer ist - einen handlichen Taschenaschenbecher. Vielleicht lässt er dann das Kippenverstreuen. Beispielsweise gibt es bei Amazon eine große Auswahl. Da ist für jeden Geldbeutel etwas dabei.




30. September 2024

Von Sitzgruppen und Dog Stations

Die Stadt Burgkunstadt hat die verrottete Sitzgruppe an der Ecke Franz-Roscher-Straße/Kriegsäcker Mitte September durch eine neue ersetzt. Das Ergebnis ist lobenswert, der Ablauf - bis es dazu kam - sicher nicht. Eigentlich sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, dass die Bürger eine Rückmeldung bekommen, wenn sie sich schon die Mühe machen, einen Mangel der Stadt zu melden.

Da fällt mir wieder ein, dass ich vor etwa 1 Jahr die Stadtverwaltung darauf hingewiesen hatte, dass die Dog Station am Fußballplatz vor sich hinrostet. Man soll ja einen Vorschlag machen, was gemacht werden soll. Deshalb schlug ich vor, die Dog Station zu entrosten und neu zu streichen. Man hätte sie auch entfernen können, weil die Dog Station sowieso für die Katz' ist. Mir wurde mitgeteilt, dass Entrosten und Streichen zu aufwendig sei und die Dog Station heuer durch eine neue ersetzt werden solle. Passiert ist - Überraschung - nichts. Die Dog Station rostet weiter vor sich hin, bis sie irgendwann einmal von selbst umfällt.

Verlotterte Infrastruktur ist keine Werbung für die Stadt und kostet letztendlich mehr, als sie zu pflegen und zu warten. Wenn man der Sitzgruppe gelegentlich einen Schutzanstrich gegönnt hätte, hätte man vielleicht keine neue anschaffen müssen.



22. August 2024

Geduld ist angesagt

Unter meinen Blogbeitrag "Man kann defekte Sitzgruppen reparieren" hat kürzlich jemand kommentiert: "Bank wurde repariert." Das hat mich natürlich sehr gefreut und ich habe mir die Reparatur angeschaut. Tatsächlich war die Bank, die am stärksten verfallen war, soweit repariert, dass man sich zumindest wieder daraufsetzen kann.

Wer jetzt glaubt, dass die Stadtverwaltung in ihrem Eifer die Reparatur veranlasst hat, ist leider auf dem Holzweg. Wie ich erfahren habe, konnte ein Bürger das Elend nicht mehr länger mit ansehen und hat dankenswerterweise in Eigeninitiative die Bank provisorisch repariert. Und so werden wir uns weiter gedulden müssen, bis vielleicht eines Tages die Sitzgruppe doch noch komplett instand gesetzt wird.


7. Juli 2024

Man kann defekte Sitzgruppen reparieren

Vor langer Zeit lud an der Ecke Franz-Roscher-Straße/Kriegsäcker in Burgkunstadt eine rustikale Sitzgruppe zum Verweilen ein. Leider tut sie das nicht mehr. Der Zahn der Zeit mit seinen Fäulnispilzen und -bakterien hat sich der Sitzgruppe angenommen. Auf eine von drei Bänken kann man sich noch einigermaßen gefahrlos setzen, die beiden anderen sind dem Verfall preisgegeben.


Der geneigte Leser fragt sich vielleicht, warum der Autor dieser Zeilen diesen Missstand nicht der Stadtverwaltung mitteilt. Keine Sorge, das habe ich natürlich schon vor einigen Wochen über das Internetformular Anregungen & Mängelmeldung getan. Ich habe mit diesem Formular schon einige Erfahrungen gesammelt und bisher diese Reaktionen erhalten:

1. Ich bekomme eine Rückmeldung und der Mangel wird behoben.
2. Ich bekomme keine Rückmeldung, der Mangel wird aber trotzdem behoben.
3. Ich bekomme eine Rückmeldung, dass der Mangel behoben wird, er wird aber trotzdem nicht behoben.
4. Ich bekomme keine Rückmeldung und der Mangel wird nicht behoben.
5. Ich bekomme eine Rückmeldung, dass der Mangel nicht behoben werden kann.

Ich bevorzuge die Reaktionen 1 und 5. Sie vermitteln dem Bürger das Gefühl, ernstgenommen zu werden. Reaktion 2 ist auch noch akzeptabel, es ist eine Form von tätiger Rückmeldung. Noch schöner wäre es, wenn man eine automatische Eingangsbestätigung per E-Mail für seine Meldung bekäme. Aber das ist wahrscheinlich im Zeitalter des Faxgeräts zu viel verlangt.

Zurück zur Sitzgruppe. Ich erhielt die Reaktion 4. Leider ist die Sitzgruppe in diesem Zustand nicht nur ein Schandfleck, sie kann auch eine Gefahr darstellen, wenn beispielsweise die dritte, noch intakte Bank, unter dem Gewicht einer Person zusammenbricht und sie sich dabei verletzt. Dann stellt sich schnell die Haftungsfrage. Die Holzbohlenstufen sind übrigens auch nicht mehr besonders vertrauenserweckend. Man muss die Sitzgruppe auch nicht unbedingt reparieren. Es reicht schon, die defekten Bänke zu entsorgen.

Zum Schluss was Positives: Als ich vor ein, zwei Jahren Mängel an der Sitzgruppe an der Kirchleiner Straße bei der Abzweigung nach Kaltenreuth gemeldet hatte, hat die Mängelbeseitigung einwandfrei funktioniert (Reaktion 2).