In der Jahresversammlung der CSU Burgkunstadt sprach Rudi Fetzer die Schließung der Sparkassenfiliale in Burgkunstadt an: "Die Bürger seien schockiert, wie sang- und klanglos alles über die Bühne ging und im Stadtrat in geheimer Sitzung behandelt wurde." (Obermain-Tagblatt)
Dazu sollte man wissen, dass die Sparkasse Coburg-Lichtenfels eine Anstalt des öffentlichen Rechts ist. Träger der Sparkasse ist der Zweckverband Sparkasse Coburg-Lichtenfels. Mitglieder des Zweckverbands sind die Städte Coburg, Lichtenfels, Neustadt bei Coburg, Burgkunstadt, Bad Rodach und Bad Staffelstein sowie die Landkreise Lichtenfels und Coburg.
Das zentrale Aufsichts- und Kontrollorgan der Sparkasse ist der Verwaltungsrat. Im Jahresabschlussbericht 2021 der Sparkasse sind die Mitglieder des Verwaltungsrats aufgeführt. Vertreten sind die Landräte und die Bürgermeister der Gemeinden des Zweckverbands, natürlich auch die ehemalige Burgkunstadter Bürgermeisterin Christine Frieß.
Die Schließung der Filiale in der Gemeinde eines Zweckverbandsmitglieds beschließt sicher nicht der Vorstand in seinem stillen Kämmerlein alleine, vielmehr wird der Verwaltungsrat seine Zustimmung erteilen müssen. Die CSU-Mitglieder hätten also einfach nur das Verwaltungsratsmitglied Frieß fragen müssen, wie es zur Schließung der Filiale kam und was sie dagegen unternommen hat.
Übrigens erhielten die Mitglieder des Verwaltungsrats 2021 für ihre Tätigkeit zusammen 253.000 €. Bei 16 Mitgliedern, auch wenn nicht jeder dasselbe bekommt, doch ein schönes Zubrot.
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