10. November 2022

Wenn du merkst, dass du ein totes Pferd reitest - steige ab!

Wenn du merkst, dass du ein totes Pferd reitest - steige ab! So lautet eine alte Indianerweisheit. Daran sollten sich auch die vier CSU-Stadträte, die gegen die Bauleitplanung für den Windpark Ebneth-Reuth-Küps stimmten, ein Beispiel nehmen. Aber nein, sie reiten weiter ihr Steckenpferd "Gegen-erneuerbare-Energien", ihrem großen Vorsitzenden Markus Söder zum Wohlgefallen. Und weil den Windkraftgegnern - halt nein, sie sind ja nur gegen Windkraft bei uns - langsam die Argumente ausgehen, versuchen sie es mit einer Neiddebatte gegen eine Familie, die ehemals Eigentümer der zu bebauenden Grundstücke war, diese aber schon längst in eine gemeinnützige Stiftung überführt hat.

Auch die beiden letzten Mohikaner der SPD zeigten sich kritisch gegenüber den Windrädern, stimmten aber der Bauleitplanung zu, weil der Stadt Burgkunstadt sonst Einnahmen entgingen.

Bei der Photovoltaik das gleiche Trauerspiel: CSU und SPD wollten unbedingt die Flächen für die Freiflächenanlagen auf 10 ha anstatt auf 20 ha begrenzen. Stadtrat und Landwirt Günter Knorr (CSU) begründete dieses Ansinnen damit, dass alles auf Kosten der landwirtschaftlichen Fläche ginge und die Dörfer darunter leiden müssten. Anscheinend ist ihm der Weiler Lützerath völlig unbekannt, der leider dem Boden gleichgemacht wird, damit wir Braunkohle für unsere Stromerzeugung bekommen. Nein, Herr Knorr, Mainroth bleibt stehen, auch wenn ein paar Solarmodule auf landwirtschaftlichen Flächen errichtet werden.

Auch bei uns leidet die Landwirtschaft unter den durch die fortschreitende Erderwärmung hervorgerufenen häufigeren Dürren. Der Zusammenhang müsste mittlerweile jedem Landwirt bekannt sein. Wieso also diese ablehnende Haltung gegen erneuerbare Energien, die dafür sorgen, dass weniger CO2 in die Luft geblasen wird und dazu beitragen, den Temperaturanstieg zu bremsen? Zum Glück hat die Stadtratsmehrheit aus Freien Wählern, Grünen und dem Bürgerverein die Ewiggestrigen von CSU und SPD überstimmt und die Bauleitplanung und die Bewertungsmatrix für die Freiflächenphotovoltaikanlagen durchgesetzt.

30. Oktober 2022

Woher kommt der Strom in der Steckdose?

Mittlerweile ist es allgemein bekannt, dass wir auf eine katastrophale Erwärmung der Erde zusteuern. Die Ursache dafür ist auch bekannt: die Zunahme der Treibhausgase, insbesondere von Kohlendioxid (CO2). Wer es wissen will, kann auch wissen, dass das CO2 in der Erdatmosphäre zunimmt, weil wir für die Energiegewinnung kohlenstoffhaltige fossile Stoffe verbrennen (Öl, Gas, Kohle). Die Natur hat Jahrmillionen gebraucht, um diese kohlenstoffhaltigen Materialien unter die Erde zu bringen und damit der Luft CO2 zu entziehen. Wir haben es in nicht einmal 200 Jahren geschafft, einen Großteil dieses Kohlenstoffs in Form von CO2 wieder in die Luft zu blasen.

Es gibt Menschen, die die Klimakrise und ihre Ursachen bestreiten. Es gibt auch Menschen, die behaupten, die Erde sei eine Scheibe. Man kann sich seine Welt zusammenphantasieren, wie man sie gerne hätte. Pippi Langstrumpf singt in ihrem Lied: 

"2 x 3 macht 4
Widdewiddewitt
und Drei macht Neune!
Wir machen uns die Welt
Widdewidde wie sie uns gefällt ..."

Das mag in Geschichten funktionieren, in der realen Welt fällt man damit auf den Bauch. Tatsachen kann man nicht einfach wegsingen oder -phantasieren.

Damit wir nicht noch mehr CO2 in die Luft blasen und die Erde nicht noch weiter aufheizen, dürfen wir einfach keine fossilen Brennstoffe mehr verfeuern. Stattdessen müssen wir auf erneuerbare Energien setzen, auf Sonne, Wind, Wasser und Geothermie. Daraus kann man elektrische Energie gewinnen, die wir für Verkehr, Industrie und Heizung nutzen können. Es sollte auch allgemein bekannt sein, dass der Strom zwar aus der Steckdose kommt, dass er aber nicht in der Steckdose erzeugt wird. Damit der Strom aus der Steckdose kommt, braucht man Generatoren, Leitungen und Umspannwerke.

Das alles ist allgemein bekannt. Und doch gibt es immer noch Leute, die sich dagegen wehren, wenn in ihrer Umgebung Windkraftanlagen gebaut werden sollen. Jüngstes Beispiel war die Infoveranstaltung zu den geplanten Windrädern bei Ebneth und Reuth. Ein Argument gegen die Windräder war, dass schon zwei Funkmasten. eine Hochspannungsleitung und der Windpark bei Hain genug seien. Ein Anwohner aus Reuth fühlte sich von diesen Anlagen umzingelt. Die Entfernung zum Windpark Hain von Reuth aus beträgt ca. 2 km Luftlinie, zum Funkmast in Ebneth ca. 3,5 km und zur Hochspannungsleitung ca. 500 m. Wobei die Hochspannungsleitung zwischen Reuth und dem Windpark Hain verläuft. Von Umzingelung kann also keine Rede sein.

Ein Küpser Bürger meinte, bei 40 dB(A) Schalldruck könne man nicht mehr schlafen. Die "Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm – TA Lärm" legt für allgemeine Wohngebiete und Kleinsiedlungsgebiete für tagsüber einen Grenzwert von 55 dB(A) und für nachts 40 dB(A) fest. Für urbane Gebiete gelten nachts 45 dB(A). Wenn also Städter bei 45 dB(A) noch schlafen können, sollte das die Landbevölkerung doch bei 40 dB(A) auch schaffen. Ein Geräuschpegel von 40 dB(A) entspricht etwa dem Geräusch, das ein Kühlschrank erzeugt. Nachdem das Geräusch aber im Freien gemessen wird, hört man in der Wohnung nichts mehr. Das bestätigte ein Kirchleiner Bürger, der 650 m von einem Windrad entfernt lebt.

Dann gab es noch den Vorschlag, die Windkraftanlagen in Bayern gerechter zu verteilen. Dumm nur, dass man die Anlagen dort bauen muss, wo genügend Wind weht. Zudem werden auch im restlichen Bayern noch viele Windräder gebaut werden. Ich entsinne mich noch dunkel daran, dass Burgkunstadt bis 2040 klimaneutral werden will. Dazu leisten die Windräder einen guten Beitrag.

Letztendlich lassen sich die Argumente gegen die Windräder so zusammenfassen: Wir wollen Strom, aber wir wollen keine Leitungen und keine Stromerzeugung vor unserer Haustür und im Übrigen interessiert uns die Klimakatastrophe einen feuchten Kericht. Sollen sie doch Lützerath wegbaggern, Hauptsache, wir haben unsere Ruhe und unseren Strom aus der Steckdose. Mit so einer Einstellung werden wir leider weder die Energiewende schaffen, noch die Erderwärmung aufhalten. Übrigens ist auch Burgkunstadt auf dem Planeten Erde angesiedelt, falls das jemandem nicht bewusst sein sollte.



18. Oktober 2022

Weitere 20 Mio. € für Fass ohne Boden

Schon lange nichts mehr gehört von den Regiomed-Kliniken? Es gibt etwas Neues: Es fehlt wieder am Geld und jeder der vier Gesellschafter - unter anderem der Landkreis Lichtenfels - stocken das Eigenkapital um je 5 Mio. € auf. Anscheinend sind die Worte des Neustadter Oberbürgermeisters Frank Rebhan im Jahr 2020 ungehört verhallt: "Wir müssen eine Firma mit fast 5000 Mitarbeitern und 400 Millionen Euro Jahresumsatz professionell aufstellen. Dazu gehört, dass der Aufsichtsrat Kontrollkompetenz hat auch gegenüber den Gesellschaftern und dass er mit Fachleuten besetzt wird."

Landrat Christian Meißner, nebenbei auch noch Vorsitzender des Aufsichtsrats von Regiomed, lenkt lieber von der Finanzmisere ab und echauffiert sich lieber über die misslungene "Staffelübergabe" an den neuen Geschäftsführer Michael Musick. Es war natürlich ungeschickt von Musick, sich mit einem T-Shirt mit der Aufschrift "Lächeln! Morgen wird's noch schlimmer ..." abbilden zu lassen. Ich finde aber, weitere 20 Mio. € in die Eigenkapitalerhöhung zu stecken, ist noch ein bisschen schlimmer.

Dass die AfD- und CSU-Vertreter im Kreisausschuss nicht wissen, wer eigenlich für die Überwachung der Geschäftsführung zuständig ist, zeigt ihr Ruf nach einem Controlling. Liebe Nichtwissende: Controlling hat nichts mit Kontrolle zu tun. Das Controlling liefert die Informationen zum Steuern eines Unternehmens, es kontrolliert aber nicht die Geschäftsführung. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Regiomed kein Controlling hat.

Für die Bestellung und Überwachung der Geschäftsführung ist der Aufsichtsrat zuständig. Und wer ist der Vorsitzende des Aufsichtsrats? Nochmal: Es ist unser allseits geschätzter Landrat Christian Meißner. Vielleicht sollte man doch mal intensiv darüber nachdenken, den Aufsichtsrat mit Fachleuten zu bestücken.

 

11. September 2022

Wann sorgt das Bundesverkehrsministerium für Reparatur der Burgkunstadter Bahnhofsuhr?

Bei der letzten Stadtratssitzung kam ein weltbewegender Missstand zur Sprache. Aus dem Obermain Tagblatt erfahren wir: "... zu guter Letzt wurde noch auf die Bahnhofsuhr hingewiesen, die eben nicht exakt die Zeit anzeigt." Leider verrät uns der Berichterstatter nicht, welcher Stadtrat sich so selbstlos für seine Mitbürger eingesetzt und diesen Punkt in die Sitzung gebracht hat. Wenn man sonst nichts zu sagen hat, kann man sich ja mit Lappalien beim Wähler in Erinnerung bringen, wenn denn die Presse mitspielt.

Falls sich das nächste Mal jemand an einer falsch gehenden Bahnhofsuhr stört: Am Bahnhof hängt eine Telefonnummer aus, über die man Störungen an die Bahn melden kann. Noch einfacher wäre es, wenn einer der vielen Lokführer und Schaffner, deren Züge in Burgkunstadt halten, die Störung der Uhr an seine zuständige Dienststelle melden würde.

Jetzt muss die Bürgermeisterin Christine Frieß vermutlich die Landtagsabgeordnete Emmi Zeulner einschalten, damit die den Verkehrsausschuss des Bundestages informiert, der dann wieder den Bundesverkehrsminister Volker Wissing in Kenntnis setzt, der den Bahnvorstand Dr. Richard Lutz beauftrat, dafür zu sorgen, dass in Burgkunstadt die Bahnhofsuhr repariert wird. Warum einfach, wenn's auch kompliziert geht?

1. September 2022

3 € für eine Kilowattstunde Strom

Neulich habe ich einen Stromlieferungsvertrag gefunden, den mein Urgroßvater Andreas Klemenz im Jahr 1907 mit dem Elektrizitätswerk Altenkundstadt abgeschlossen hat. Ja, damals hieß es noch Altenkundstadt und Burgkundstadt. Andreas Klemenz gehörte das Haus mit der heutigen Adresse Lichtenfelser Str. 6, in dem er einen Kolonialwarenladen betrieb und zusätzlich Schuhmacherbedarf verkaufte. Er war nämlich gelernter Schuster. Der Laden bestand bis 1958. Heute ist dort ein Schreibwarengeschäft.

Hier können Sie den Vertrag als pdf-Datei herunterladen. Allerdings ist er in Fraktur geschrieben.

Der Strompreis war nach Beleuchtung und Strom für Motoren gestaffelt. Für Beleuchtungsstrom zahlte man damals 50 Pfennig pro Kilowattstunde, nach heutiger Kaufkraft sind das etwa 3 € (Angabe aus einer Tabelle der Deutschen Bundesbank). Der Vertrag hatte eine Laufzeit von 22 Jahren. Ob das Elektrizitätswerk so lange bestand, weiß ich nicht. Für den Betreiber wäre es jedenfalls spätestens ab 1922 ein schlechtes Geschäft gewesen, weil zu dieser Zeit die Hyperinflation in Deutschland einsetzte. Aber auch schon 1920 entsprachen 50 Pfennig nur noch 0,25 € nach heutiger Kaufkraft.

Strom für Beleuchtung durfte man rund um die Uhr entnehmen. Für Motoren für landwirtschaftliche Maschinen war der Betrieb auf die helle Tageszeit eingeschränkt und speziell vom 15. August bis 15. April auf die Zeit von 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr. Industriebetriebe bekamen von 7:00 Uhr bis 19:00 Uhr Strom für Maschinen. Anscheinend war die Leistung des Elektrizitätswerks ziemlich begrenzt.

Alle elektrischen Einrichtungen (Lampen und Motoren) mussten vom Elektrizitätswerk gekauft und genehmigt werden.

Wollen wir mal hoffen, das der Preis für die Kilowattstunde Strom nicht wieder auf 3 € ansteigt.

7. August 2022

Burgkunstadt wertet auf, koste es, was es wolle

Die Aufwerteritis am Burgkunstadter Marktplatz geht weiter, koste es, was es wolle. Jetzt soll die kleine Terrasse mit dem Brunnen vor der katholischen Pfarrkirche für 45.000 € umgestaltet werden. Als Grund nennt das Obermain Tagblatt: "Weil die Bepflanzung einen großen Teil der kleinen Anlage zugewuchert hat, soll sie neu gestaltet werden, um zum Verweilen einzuladen." Die kleine Anlage (ca. 48 m²) ist nicht zugewuchert, sondern dicht bewachsen. Wenn sich jemand daran stört, dass die Büsche zu dicht wachsen, dann könnte sie der Bauhof zurückschneiden oder einzelne Pflanzen entfernen.

Dem Pflasterbelag fehlt überhaupt nichts, wie man auf dem Bild sehen kann. Aber nein, er muss erneuert werden, vielleicht mit Carrara-Marmor. Irgendwie müssen ja die 45.000 € gerechtfertigt werden.

Wenn ich mich recht entsinne, hat der Bauhof vor ca. 50 Jahren den Platz in Eigenregie gestaltet, gepflastert, bepflanzt und den Brunnen gebaut. Natürlich sollte man in 50 Jahren ein paar Erhaltungsmaßnahmen durchführen. Der Abfallkorb ist sicher kein Schmuckstück mehr.

Den beiden Ruhebänken täte auch ein neuer Anstrich gut. Es wäre schon ein gutes Stück Aufwertung, wenn der Platz regelmäßig gereinigt würde. Die Zigarettenkippen und Papierchen, die hinter die Bänke geworfen werden, sind keine Visitenkarte für Burgkunstadt.

Die Schmutzfinken, die ihren Müll einfach in die Landschaft werfen, werden sich auch durch eine Neugestaltung des Platzes nicht davon abhalten lassen, den Platz zu vermüllen.

Leider haben wir es in Burgkunstadt nicht so mit der Pflege von Einrichtungen und Anlagen. Mir ist noch gut die Mainbrücke in Theisau in Erinnerung, die so lange nicht gepflegt wurde, bis sie irreparabel war und durch einen Neubau ersetzt werden musste.

Bisher hinderte der dichte Bewuchs die Menschen daran, an den Rand der Terrasse zu treten und von der Mauer zu stürzen.

Wenn jetzt allerdings ein Teil der Büsche einer Wippe und einem Fernrohr weichen soll, muss natürlich ein Geländer als Absturzsicherung angebracht werden. Ob das Geländer schöner ist als immergrüne Büsche und die Blumenkästen, liegt im Auge des Betrachters.

Mit dem Fernrohr sollen Kinder die Steinwüste Marktplatz mit ihren Baudenkmälern erkunden. Angeblich ist es nicht möglich, mit dem Fernrohr in die Fenster der Häuser zu blicken. Entweder handelt es sich um ein Fernrohr mit künstlicher Intelligenz, das Fenster erkennt und die Bildausschnitte mit Fenstern automatisch ausblendet, oder die Vergrößerung ist so gering, dass man mit einer Pappröhre ohne Optik genauso viel sieht wie mit Fernrohr. Ein Fernrohr braucht man, um damit in die Ferne zu sehen, besonders dann, wenn man das, was in der Ferne liegt, nicht ohne weiteres besuchen kann. Man betrachtet mit Fernrohren beispielsweise den Mond oder das Umland um einen Aussichtspunkt herum. Die Baudenkmäler am Marktplatz hingegen kann man fußläufig in 10 Minuten alle abklappern.

Mein Dank gilt Stadtrat Michael Doppel (FW), der als einziger gegen diese groteske Form der Geldverschwendung gestimmt hat.



5. August 2022

Marktplatzaufwertungsbaum gibt auf

Nicht einmal ein Jahr hat der Marktplatzaufwertungsbaum in Burgkunstadt überlebt. Obwohl Robinien anspruchslose Bäume sind, war der Trockenstress für den neu gepflanzten Baum so groß, dass die Krone vertrocknet ist. In seinem Kampf ums Überleben hat der Baum im unteren Bereich des Stammes neue Triebe ausgebildet.


Weil die Burgkunstadter es nicht erwarten konnten, dass die schnellwachsende Robinie aus einem Setzling heranwächst, musste es ein großer Baum sein, der geplanzt wurde.  Bekanntlich wachsen große Bäume schlechter an als kleine Setzlinge. Sie brauchen viel Pflege und Wasser. Bevor man einen mehrjährigen Baum in die Steinwüste Marktplatz pflanzt, hätte man sich informieren sollen, wie der Baum zu pflegen ist, damit er anwächst. Im Landratsamt Lichtenfels gibt es dafür einen Kreisfachberater. 

Bei der Arbeitsgemeinschaft Landtechnik und Landwirtschaftliches Bauwesen in Bayern e.V. gibt es kostenlos das Beratungsblatt Bewässern nach Regeln - Wasserbedarf urbaner Grünflächen. Dort kann man nachlesen, mit wieviel Wasser ein neugepflanzter Stadtbaum im ersten Standjahr bewässert werden muss. So 100 l zweimal pro Monat sollten es schon sein.

Jetzt soll eine kleinere Robinie eingesetzt werden. Ohne Pflege im ersten Jahr wird sie wohl dasselbe Schicksal erleiden wie ihre Vorgängerin. Laut Stadtbaumeister Markus Pülz soll der verkrüppelte Baum in den Wald versetzt werden. Ich bin mal gespannt, wer ihn dort bewässert. An die einfache Lösung, den Baum im Wertstoffhof zu entsorgen, wagt sich wohl niemand heran. Es fällt immer schwer, eine teuere Anschaffung nach nicht einmal einem Jahr auf dem Müll zu entsorgen.

Die Robinie wurde Ende des 18. Jahrhundert aus Nordamerika eingeführt. Ihre Anpflanzung ist umstritten, weil sie häufig heimische Baumarten verdrängt. Fast alles an der Pflanze ist giftig, besonders aber die Rinde und die Samen. Also, liebe Eltern, aufgepasst!